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Kurzer geschichtlicher Abriss über die Mercedarier
Die Mercedarier wurden, ursprünglich als königlicher, militärischer und religiöser reiner Laienorden, als religiöser Ritterorden, im Jahre 1218 vom heiligen Petrus Nolascus, aufgrund einer kirchlich anerkannten Muttergotteserscheinung, und unter Förderung und Mitwirkung von König Jakob I. von Aragon, und des berühmten heiligen Gelehrten des Kirchenrechts Raimund von Penaforte OP gegründet. Kirchlicherseits folgte nach der Anerkennung durch den Bischof von Barcelona, Berengar von Palau, am Tag der Gründung, schließlich auch 17 Jahre später im Jahre 1235 die päpstliche Bestätigungsbulle von Papst Gregor IX. Der Orden hatte ausdrücklich die Befreiung christlicher Gefangener und Sklaven zur Aufgabe. Sarazenische und maurische Sklavenjäger, Piraten und Plünderer bedrohten im Mittelalter die christlichen Siedlungsgebiete im Mittelmeerraum sowie die Pilgerrouten zum Heiligen Land. Zu den üblichen drei Gelübden der Ehelosigkeit, der Armut und des Gehorsams legten die Mercedarierritter ein viertes Gelübde ab, und zwar die Befreiung christlicher Sklaven, wenn nötig unter Einsatz ihrer eigenen Freiheit und ihres eigenen Lebens im Austausch für Freiheit und Leben von gefangenen Christen. Daraus resultiert die außerordentlich hohe Anzahl an Märtyrern in den Reihen der Mercedarier. Der ritterliche Einsatz und der unerschütterliche Glaube vieler Mercedarier trug auch Früchte in der Bekehrung zahlreicher Moslems in den Reihen der Feinde. Berühmte Patrone der Mercedarier und ihre Festtage sind:
SS. Maria de Mercede 24.9. In seinen Anfängen als reiner Laienorden mit militärischem Charakter mit der Option zur Aufnahme von Geistlichen (als Beichtväter und Seelsorger) gegründet, kam es im 14. Jahrhundert durch ein Zerwürfnis dazu, dass die meisten Mercedarierritter in den Ritterorden Unserer Lieben Frau von Montesa übertraten und die Mercedarier fortan als geistlicher Orden (seit 1603 als Bettelorden geführt) weiter bestanden. Jedoch lebten über die Jahrhunderte ohne Unterbrechung im Mittelmeerraum autonome Kommenden fort, in denen Mercedarierritter gemäß ihrer Möglichkeiten ihren ursprünglichen Auftrag in der Tradition des Mercedarierritterordens weiterverfolgten und dies bis heute ohne Unterbrechung tun. Dies geschah keineswegs im Verborgenen und vor allem in Italien (bes. Sizilien) und Spanien waren die Mercedarierritter über die Jahrhunderte, wenn auch offiziell nicht Teil des Mercedarierordens, immer ein fixer Bestandteil des öffentlichen Lebens und ein wichtiger Träger der Werke der christlichen Nächstenliebe.
Unter
Papst Johannes Paul II. kam es im Jahre 2002 schließlich zu der
Wiedervereinigung der beiden Zweige (siehe
Wiederanerkennungsdekret), wodurch die Mercedarierritter (Cavalieri della
Mercede), jetzt im Laienzweig des Ordens wieder offiziell anerkannt
wurden. Weiterführende Quellen zur Geschichte der Mercedarier: www.orderofmercy.org/HistoricalSurvey.htm http://libro.uca.edu/rc/captives.htm
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