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König Jakob I. von Aragon, Mitbe-gründer des Merce-darierordens

 

Der hl. Petrus Amerius, Hochmeister des Mercedarier-ritterordens und Verfasser der ersten Ordensstatuten 1272.

 

Alfons XIII., König von Spanien. Commendatore Maggiore und Patron des Ordens.

 

Viktoria Eugenie, Königin v. Spanien. Commendatrice Maggiore und Patronin des Ordens.

 

 

 

 

 

 

Kurzer geschichtlicher Abriss über die Mercedarier

 

     Die Mercedarier wurden, ursprünglich als königlicher, militärischer und religiöser reiner Laienorden, als religiöser Ritterorden, im Jahre 1218 vom heiligen Petrus Nolascus, aufgrund einer kirchlich anerkannten Muttergotteserscheinung, und unter Förderung und Mitwirkung von König Jakob I. von Aragon, und des berühmten heiligen Gelehrten des Kirchenrechts Raimund von Penaforte OP gegründet. Kirchlicherseits folgte nach der Anerkennung durch den Bischof von Barcelona, Berengar von Palau, am Tag der Gründung, schließlich auch 17 Jahre später im Jahre 1235 die päpstliche Bestätigungsbulle von Papst Gregor IX.

     Der Orden hatte ausdrücklich die Befreiung christlicher Gefangener und Sklaven zur Aufgabe. Sarazenische und maurische Sklavenjäger, Piraten und Plünderer bedrohten im Mittelalter die christlichen Siedlungsgebiete im Mittelmeerraum sowie die Pilgerrouten zum Heiligen Land. Zu den üblichen drei Gelübden der Ehelosigkeit, der Armut und des Gehorsams legten die Mercedarierritter ein viertes Gelübde ab, und zwar die Befreiung christlicher Sklaven, wenn nötig unter Einsatz ihrer eigenen Freiheit und ihres eigenen Lebens im Austausch für Freiheit und Leben von gefangenen Christen. Daraus resultiert die außerordentlich hohe Anzahl an Märtyrern in den Reihen der Mercedarier. Der ritterliche Einsatz und der unerschütterliche Glaube vieler Mercedarier trug auch Früchte in der Bekehrung zahlreicher Moslems in den Reihen der Feinde. Berühmte Patrone der Mercedarier und ihre Festtage sind:

SS. Maria de Mercede 24.9.
S. Petrus Nolascus 28.1. (neu: 6.5.)
S. Raymundus Nonnatus 31.8.
B. Petrus Armengaudius 1.9.
S. Maria de Cervello 25.9.
S. Serapion 14.11.
S. Petrus Paschasius 6.12

und für die Wiener Kommende:
B. Marcus ab Aviano OFMCap. 13.8.

     In seinen Anfängen als  reiner Laienorden mit militärischem Charakter mit der Option zur Aufnahme von Geistlichen (als Beichtväter und Seelsorger) gegründet, kam es im 14. Jahrhundert durch ein Zerwürfnis dazu, dass die meisten Mercedarierritter in den Ritterorden Unserer Lieben Frau von Montesa übertraten und die Mercedarier fortan als geistlicher Orden (seit 1603 als Bettelorden geführt) weiter bestanden. Jedoch lebten über die Jahrhunderte ohne Unterbrechung im Mittelmeerraum autonome Kommenden fort, in denen Mercedarierritter gemäß ihrer Möglichkeiten ihren ursprünglichen Auftrag in der Tradition des Mercedarierritterordens weiterverfolgten und dies bis heute ohne Unterbrechung tun. Dies geschah keineswegs im Verborgenen und vor allem in Italien (bes. Sizilien) und Spanien waren die Mercedarierritter über die Jahrhunderte, wenn auch offiziell nicht Teil des Mercedarierordens, immer ein fixer Bestandteil des öffentlichen Lebens und ein wichtiger Träger der Werke der christlichen Nächstenliebe.

     Unter Papst Johannes Paul II. kam es im Jahre 2002 schließlich zu der Wiedervereinigung der beiden Zweige (siehe Wiederanerkennungsdekret), wodurch die Mercedarierritter (Cavalieri della Mercede), jetzt im Laienzweig des Ordens wieder offiziell anerkannt wurden.
Mercedarierritter und Angehörige des geistlichen Mercedarierzweiges stehen seitdem wieder unter der gemeinsamen Führung des hochwürdigsten Generalmagisters (Maestro Generale), dzt. Sua Paternità fr. Giovannino Tolu, dem 87. Nachfolger des hl. Petrus Nolascus, welcher auch Generaloberer des geistlichen Zweiges ist. Den Ritterzweig leitet ein eigener Hochmeister (Governatore), dzt.  S. E. don Luigi Lo Vecchio. Dem Ritterzweig gehören, neben den Damen und den Donaten des Ordens, ebenso Geistliche (keine Mercedarierpriester, sondern Weltpriester oder auch Angehörige anderer Institute mit nihil obstat) an, die in den Kommenden und Statthaltereien als Missarii, Ordenskapläne oder Konventualpriore dienen. Der Sitz des Hochmeisters  der Mercedarierritter (Governatore) ist Rom, während der Großkanzler des Ritterordens (Gran Cancelliere), dzt. don Beniamino Sorbera di Corbera, sowohl in Rom als auch am traditionellen Ordenssitz zu Catania (Sizilien) residiert.

Weiterführende Quellen zur Geschichte der Mercedarier:

www.orderofmercy.org/HistoricalSurvey.htm

http://libro.uca.edu/rc/captives.htm

 

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Die Muttergottes erscheint dem
Ritter Petrus Nolascus im Jahre
 1218.

 

Der hl. Petrus Nolascus widmet
sein Leben fortan der Befreiung
christlicher Gefangener aus der
Gewalt der Sarazenen.

 

Der Heiland selbst hilft dem
schwer geprüften "Verwalter des Lösegeldes der Armen", wie er
sich selbst nannte, sein Kreuz
zu tragen.

 

Die Engel helfen dem Heiligen
Gründer des Mercedarierordens
in den Himmel hinauf.