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Grundsätzliches zur Kommende und Ihrem Patron Seien Sie herzlich gegrüßt auf der Internetseite der Wiener Niederlassung der Compagnia di S. Maria della Mercede. Die Kommende zum Seligen Marco d'Aviano wurde am 14. September 2004 im Namen des Generalmagisters des Mercedarierordens vom Hochmeister der Compagnia di S. Maria della Mercede errichtet (siehe das Errichtungsdekret). Die Compagnia ist Teil des katholischen weltweit päpstlich anerkannten Ordens der Mercedarier (Ordo Beatae Mariae Virginis de Mercede redemptionis captivorum - O. de M.). Der Compagnia gehören Ritter, Damen, Donaten und auch Geistliche an. Weitere Bezeichnungen für die Compagnia sind Cavalieri della Mercede (Mercedarierritter) und Ordine Ospitaliero per la Redenzione degli Schiavi (Hospitaliterorden vom Loskauf der Gefangenen). Das Gründungsdatum der Cavalieri wird von der Ordensleitung der Mercedarier (deckungsgleich mit dem des geistlichen Mercedarierordens, da ja bei der Gründung zwischen den beiden Zweigen noch keine Unterscheidung war) mit 1218 angegeben. Richtigerweise kann man also sagen, die Compagnia di Santa Maria della Mercede (Cavalieri della Mercede) oder Hospitaliterorden vom Loskauf der Gefangenen (vulgo Mercedarierritterorden) ist seit 2002 wieder in Einheit mit dem geistlichen Mercedarierorden. Somit ist durch die Weisheit der heiligen Mutter Kirche und die göttliche Vorsehung wieder ein Zustand erreicht, der der Ursprungsgestalt des Mercedarierordens im 13. Jahrhundert sehr nahe kommt. Auch die Organisation der Compagnia in Kommenden, denen jeweils ein Komtur vorsteht, gleicht jener des Mercedarierritterordens im 13. Jahrhundert. Die Kommende zum Sel. Marco d'Aviano ist die erste Niederlassung der Mercedarier in Österreich seit der Zeit Kaiser Joseph II, welcher das Wiener Mercedarierkloster (heute Wien 9, Boltzmanngasse) aufhob. Dieses war von Leopold I. zur Betreuung des Spanischen Spitals gegründet worden, das verwundete und invalide kaiserliche Soldaten spanischer, italienischer und niederländischer Muttersprache versorgte. Diese waren in den Abwehrkämpfen gegen die Türken zum Einsatz gekommen, welche ja auch 1683, wie schon einige Male zuvor, Wien, die Residenzstadt des Kaisers des hl. römischen Reiches deutscher Nation, belagerten. Es sollte dies die letzte militärische Belagerung Wiens durch die Türken werden. Dass Wien sich aus der osmanisch-islamischen Umklammerung befreien konnte, ist vor allem einem Mann zu verdanken: Dem im Jahre 2003 zur Ehre der Altäre erhobenen Kapuzinerpater Marco d'Aviano. Diesen großen und doch so bescheidenen Diener Gottes hat die Wiener Mercedarierkommende zu ihrem Patron gewählt, weil er gerade für uns Wiener und Österreicher wie kein anderer für die Verteidigung des christlichen Abendlandes und für die Vereinigung der Völker Europas unter dem Kreuz Christi und dem Banner der Allerseligsten Jungfrau Maria und somit für ein wehrhaftes Christentum steht. Als "apostolischer Missionär und päpstlicher Legat beim christlichen Heere" (Heyret 1931) versöhnte er die zerstrittenen christlichen Heere und Herrscher Europas, schwor sie auf den Verteidigungskampf ein und schritt ihnen in der Entsatzschlacht um Wien am 12. September 1683, das Kruzifix hoch erhoben, voran. Nicht nur als wehrhafter Künder eines im Zeichen Christi geeinten Europa sondern auch aufgrund seines heiligen asketischen Lebenswandels in der Nachfolge Christi und seines beständigen Aufrufs zu Umkehr und Buße, Sühne und Opfer, ist uns der sel. Marco d'Aviano ein Vorbild im Leben und ein Fürbitter im Himmel. Daraus leiten die Mercedarierritter in Wien unter anderem Ihren Auftrag ab. Heute erinnert uns noch das Fest Mariä Namen am 12. September an den Sieg über die Türken vor Wien. An diesem Fest gedenken die Wiener in Dankbarkeit der allerseligsten Jungfrau Maria als Mutter der immerwährenden Hilfe oder auch als Schutzmantelmadonna, deren mächtiger Fürbitte die Rettung des christlichen Abendlandes zugeschrieben wurde und wird. Hier sehen wir schon eine der vielen Parallelen des sel. Marco d'Aviano mit den Mercedariern, denn die von den Mercedariern verehrte Maria della Mercede, die Mutter der Barmherzigkeit, stammt aus der Verehrung der Schutzmantelmadonna heraus. Auch was den Kampf für das christliche Abendland angeht, steht der sel. Marco d'Aviano in der selben Tradition wie die Mercedarier. Diese wurden 1218 in Aragon zur Befreiung christlicher Sklaven und Gefangener aus der Gewalt der Sarazenen gegründet. Aragon war damals, im 13. Jahrhundert südlich der Pyrenäen auf der iberischen Halbinsel, eine Grenzbastion des christlichen Abendlandes, wie auch Wien im 17. Jahrhundert die letzte Bastion gegen den Ansturm des islamischen Osmanenreiches auf das christliche Europa darstellte. Zurück zur Einführung
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Der sel. Marco d'Aviano, Patron der Wiener Mercedarierkommende, wurde 27. April 2003 zur Ehre der Altäre erhoben.
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